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Jugend debattiert mit Spitzenkandidaten zur Landtagswahl in Niedersachsen

14.01.2013

Nicht nur im Wettbewerb brillieren, sondern auch mit Spitzenpolitikern auf Augenhöhe debattieren – das können Landessieger von Jugend debattiert. Am 11. Januar 2013 hieß es deshalb zum 27. Mal „Jugend debattiert mit Spitzenkandidaten“, diesmal zur Landtagswahl in Niedersachsen.

Angetreten waren die Spitzenkandidaten von CDU, SPD, Grüne, FDP und Linken, um sich von Jugend debattiert-Landessiegern aus Niedersachsen auf den Zahn fühlen zu lassen. Ort der Handlung war der Landtag zu Hannover. Die Themen und Positionen hatten sich die Politiker selbst aussuchen dürfen, die Landessieger übernahmen die jeweilige Gegenposition. Im Anschluss an jede Debatte folgten Fragen aus dem Publikum, das ganz aus Schülerinnen und Schülern bestand, deren Schulen an Jugend debattiert und der Juniorwahl zur Landtagswahl teilnehmen.

Ministerpräsident David McAllister (CDU) begann pro mit dem Thema: „Soll der Staat nur so viel ausgeben, wie er einnimmt?“ Landessiegerin Christiane Wellmann verwies auf die in den letzten Jahren rasant gestiegene Staatsverschuldung und bezweifelte nachdrücklich, dass es so einfach möglich sei, keine Schulden mehr zu machen. SPD-Kandidat Stephan Weil, Oberbürgermeister von Hannover, verlangte die Abschaffung der Studiengebühren aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit. Landessiegerin Christina Lembeck hielt dagegen, es sei wohl kaum sozial gerecht, wenn eine Zahnarzthelferin mit ihren Steuern das Studium der Zahnärztin mitfinanziere, für die Kosten ihrer eigenen Ausbildung aber selbst aufkommen müsse. So wogten fünf Debatten, jede 12 Minuten, hin und her, und bei den nachfolgenden Abstimmungen staunte man, wie viel Zustimmung die Landessieger für ihre weit weniger populären Gegenpositionen gewinnen konnten.

Umweltminister Dr. Stefan Birkner, FDP-Kandidat, witzelte: „Ich glaube, fünf Prozent habe ich erreicht.“  Nach seinem Rededuell vor 250 Jugendlichen war auch Ministerpräsident David McAllister sichtlich beeindruckt: "Ich bin jetzt seit 15 Jahren Mitglied des Landtages, seit zweieinhalb Jahren Ministerpräsident und ich habe noch nie einen Landtag erlebt, der so konzentriert und ruhig den Debatten folgt. So ginge Landtag auch, man muss es nur wollen, und die jungen Leute haben sich hier wirklich gut verkauft."

Weitere Infos gibt es hier.

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