Jugend debattiert mit Spitzenkandidaten im Rahmen der Juniorwahl

Es ist die besondere Begegnung von Jugend und Politik im Vorfeld der Wahl – die Kooperationsveranstaltung zwischen Jugend debattiert und der Juniorwahl.

Jugend debattiert

Das Projekt

Seit über zehn Jahren fördert Jugend debattiert sprachliche und politische Bildung sowie Meinungs- und Persönlichkeitsbildung. Jugend debattiert ist das größte privat finanzierte Projekt zur sprachlichen und politischen Bildung in Deutschland mit über 155.000 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler und ca. 6.200 Lehrkräfte an 870 Schulen in 128 Regionalverbünden. 

Jugend debattiert beginnt für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 mit einer Unterrichtsreihe. Zuvor werden ihre Lehrkräfte fächerübergreifend im Debattieren geschult. Mit speziellen Unterrichtsmaterialien ausgestattet, trainieren die Lehrkräfte anschließend die Schülerinnen und Schüler im Unterricht.

Ab Klasse 8 können Schülerinnen und Schüler am bundesweiten Wettbewerb teilnehmen, der in zwei Altersgruppen ausgetragen wird (Klassen 8-10 und Jahrgangsstufen 10-13). Der Wettbewerb findet zunächst auf Schul-, Regional-, und Landesebene statt. Höhepunkt ist das Bundesfinale, bei dem die besten Debattanten aus ganz Deutschland in Berlin aufeinandertreffen.

Ab Regionalebene erhalten Siegerinnen und Sieger als Preise mehrtägige Seminare bei Jugend debattiert-Trainern, die sie auf die jeweils nächste Wettbewerbsebene vorbereiten. Bundessiegerinnen und -sieger werden in das Alumniprogramm von Jugend debattiert aufgenommen.

Das Debattenformat

In einer Debatte bei Jugend debattiert äußern sich jeweils vier Jugendliche zu aktuellen schulischen und politischen Streitfragen wie: „Sollen öffentliche Plätze videoüberwacht werden?“ Im Wettbewerb dauert eine Debatte 24 Minuten. Jeder erhält zunächst zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Position Pro oder Contra darlegt. Es folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für ein Schlusswort steht jedem Teilnehmer eine Minute zur Verfügung. Eine Jury bewertet die Debattanten öffentlich nach Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. 

Schirmherr, Partner, Förderer

Jugend debattiert wird getragen von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf Stiftung auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Kooperationspartner sind die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder. 

www.jugend-debattiert.de

Juniorwahl

Juniorwahl - das ist Üben und Erleben von Demokratie: Parallel zu Landtagswahlen, Bundestagswahlen und Europawahlen werden im Unterricht simulierte Wahlen inhaltlich vorbereitet und durchgeführt. Etwa einen Monat begleitet das Projekt die Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 7 aller Schulformen.

Der Schwerpunkt liegt in der politischen Bildung. Hierfür stehen den Lehrerinnen und Lehrern zahlreiche spezielle handlungs- und produktorientierte Unterrichtsvorschläge zum Thema "Wahlen und Demokratie" als Anregung und Ergänzung zu ihrem Unterricht zur Verfügung. Die Juniorwahl ist keine Wahl, sondern ein praxisorientiertes Konzept zur politischen Bildung: am Ende des Unterrichts steht keine Klassenarbeit, sondern der Wahlakt auf dem Stundenplan.

Für die Schülerinnen und Schüler liegt der Höhepunkt in einer landesweiten bzw. bundesweiten Wahl - der Juniorwahl - in der Woche vor dem jeweiligen Wahlsonntag. Sie kann als klassische Papierwahl oder Onlinewahl durchgeführt werden. Um Punkt 18.00 Uhr wird dann am Wahlsonntag das Ergebnis bekannt gegeben.

Das Projekt steht auf zwei Hauptsäulen: dem Unterricht und dem Wahlakt. Zum einen sind es die Lehrerinnen und Lehrer, die das Thema im Unterricht behandeln, zum anderen sind es die Schülerinnen und Schüler, die den Wahlakt selbst organisieren. Als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer verteilen sie Wahlbenachrichtigungen, legen Wählerverzeichnisse an und bilden einen Wahlvorstand.

Die Juniorwahl ist ein Angebot, das erst durch das Engagement in den Schulen lebendig wird. Die Teilnahme an der Juniorwahl ist für die Schulen und die Schülerinnen und Schüler freiwillig und kostenlos.

Seit dem Jahr 1999 wird die Juniorwahl bundesweit zu Landtagswahlen, Bundestagswahlen und Europawahlen durchgeführt. Knapp 1 Million Jugendliche haben sich seither beteiligt. 

Damit gehört die Juniorwahl als "Lernort Demokratie" von Schülern, Lehrern und Politikern zu den erfolgreichsten Schulprojekten Deutschlands.

www.juniorwahl.de